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Über mich

Ich habe gelernt, genauer hinzuschauen.

Ich bin Katrin Rey, Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Beckenboden und Körpermitte, Somatic Experiencing (SE)® Practitioner, systemische Beraterin und Sexualpädagogin mit Praxis in Frankfurt am Main. Ich arbeite mit Frauen bei Beschwerden in Bauch und Beckenboden und bei anhaltendem Stress, besonders rund um Schwangerschaft und Geburt.

Mein Weg

2001 hat mein Weg als Physiotherapeutin begonnen, 2017 die Spezialisierung auf Frauengesundheit, Beckenboden und Rektusdiastase. 2018 habe ich die Plattform rektusdiastase.info mitbegründet, als in Deutschland kaum jemand über das Thema sprach. Bei der AG GGUP habe ich mich zur Physio Pelvica Beckenbodentherapeutin weitergebildet.

Jahrelang habe ich fast ausschließlich mit Rektusdiastasen gearbeitet. Schon in den ersten Behandlungen zeigte sich, dass Training allein oft nicht reichte. Die Aktivierung des Bauchmuskels oder des Beckenbodens brachte oft mehr zum Vorschein als ein muskuläres Thema: Anspannung, Tränen, Erinnerungen. Das, was der Körper lange festgehalten hatte.

Das hat mich zu der Frage geführt, die meine Arbeit bis heute prägt: Was übersehen wir, wenn wir nur auf das Symptom schauen? Mit ihrem Bauch bringt jede Frau ihr ganzes Leben mit. Deshalb habe ich mich über die Physiotherapie hinaus weitergebildet, vor allem darin, wie sich Stress, Ohnmacht und Kontrollverlust im Körper abbilden: in Somatic Experiencing (SE)®, in systemischer Beratung und im Feld der Sexualität.

Was ich selbst erlebt habe

Ich bin Mutter von zwei Kindern, beide kamen per Kaiserschnitt zur Welt. Beide Geburten verliefen unkompliziert. Es ist nichts passiert, kein Übergriff, keine Gewalt. Und trotzdem war nach der ersten irgendetwas anders. Nicht greifbar, nicht beschreibbar.

Ich weiß noch, dass ich damals gesagt habe: „Es fühlt sich an, als käme mein Kopf nicht hinterher mit dem, was zwischen vorher und nachher passiert ist.“ Ich hing in der Luft. Mein Erleben hatte sich verändert. Einordnen konnte ich das nicht, und auf die Idee, mir Unterstützung zu holen, bin ich auch nicht gekommen – es wurde ja für normal gehalten. Ich dachte, das ist eben so. Erst nach der zweiten Geburt habe ich den Unterschied bemerkt.

Heute weiß ich, was damals los war: Mein Organismus kam nicht mit, mein Nervensystem war überfordert. Dafür muss nichts „Schlimmes“ geschehen sein. Und ich weiß, dass es vielen Frauen so geht. Etwas ist anders, aber es hat keinen Namen. Sie suchen erst dann Unterstützung, wenn es gar nicht mehr geht. Für die lange Zeit davor gibt es meine Arbeit.

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Was „traumasensibel“ bei mir heißt

Traumasensibel zu arbeiten ist vor allem eine Haltung: Ich orientiere mich an deinem Nervensystem. Ich achte genau auf dein Tempo, deine Grenzen und die Signale deines Körpers und passe meine Arbeit so an, dass keine Überforderung entsteht. Dabei bleibe ich präsent und ruhig, damit dein Körper sich daran orientieren kann.

Du behältst dabei die Wahl. Ich frage um Erlaubnis, bevor ich dich berühre. Du entscheidest mit, was wir tun, und du kannst jederzeit Nein sagen oder etwas verändern. Mir ist wichtig, dass du erlebst, was du selbst bewirken kannst.

Dahinter steht ein Verständnis aus dem Somatic Experiencing (SE)®: Ob eine Erfahrung überwältigend ist liegt nicht im Ereignis selbst, sondern in dem, wie das Nervensystem darauf reagiert. Deshalb musst du mir deine Geschichte nicht erzählen. Wir achten auf das, was du jetzt in deinem Körper wahrnimmst, zum Beispiel Druck, Enge, Wärme oder Zittern. Wir gehen in kleinen Schritten vor und kehren immer wieder zu dem zurück, was dir guttut und Halt gibt.

Was dein Körper dabei zeigt, ist keine Störung, sondern eine verständliche und biologisch normale Reaktion.

Auch Menschen mit Trauma brauchen Physiotherapie. Ich weiß, wie sich Trauma im Körper zeigt.

Heute schaue ich auf mehr als das Symptom

Die Themen, die meine Praxis prägen, sind Rektusdiastase, Beckenboden, Schwangerschaft und Geburt. Für mich hängen sie untrennbar zusammen, und auch die Sexualität gehört dazu. Sie sind unterschiedliche Ausdrucksformen derselben Frage: Fühlst du dich sicher und zu Hause in deinem Körper?

Meine Haltung

Meistens geht es darum, etwas Unangenehmes wegzubekommen. Die Frage lautet dann: Womit kriegen wir das weg? Meine Frage ist eine andere: Wofür tut dein Körper das? Oft arbeitet er für dich und nicht gegen dich. Eine Spannung, die schützt. Eine Taubheit, die dich vor einem „Zu Viel“ bewahrt.

Deshalb kämpfen wir nicht gegen deinen Körper. Wir finden einen Umgang mit dem, was da ist. Vieles lässt sich verändern, und daran arbeiten wir. Aber nicht durch Verbissenheit. Dein Körper soll nicht zum Gefängnis werden und nicht zu deinem größten Gegner.

An körperlichen Beschwerden hängen Gefühle: Frust, Scham, Wut, Trauer, Verzweiflung… Sie wegzudrücken ist menschlich und biologisch sinnvoll, denn so schützt dich dein Körper vor Überforderung. Und manchmal ist im Alltag, zum Beispiel mit kleinen Kindern, schlicht kein Platz dafür. Auf Dauer wird das Problem dadurch aber selten kleiner. Deshalb arbeiten wir auch daran, dass du diese Gefühle in deinem Körper spüren kannst, ohne dass sie dich überrollen. Schritt für Schritt wächst der Spielraum. Dann kannst du dich dem zuwenden, worum es eigentlich geht: deinem Bauch, deinem Beckenboden, deiner Narbe.

Ich arbeite kleinschrittig, ohne Druck und in deinem Tempo. Sicherheit steht vor Fortschritt. Dabei leiten mich:

  • Traumasensibilität
  • Handlungsfähigkeit
  • Achtsamkeit
  • Bindungsorientierung
  • Wertschätzung, Würde und Selbstbestimmung
  • Sicherheit und Vertrauen
  • Ganzheitlichkeit: Körper und Erleben gehören zusammen
  • Wissenschaftlichkeit und Fundierung

Damit ich diese Haltung auch selbst leben kann, nehme ich regelmäßig an Supervisionen und eigenen Selbsterfahrungssitzungen teil und bilde mich kontinuierlich fort.

Wichtig ist mir außerdem

Ich schreibe auf dieser Website von Frauen. Willkommen sind alle Menschen mit Vulva, Vagina oder Gebärmutter, unabhängig davon, wie sie sich selbst bezeichnen: auch trans, nichtbinäre und intergeschlechtliche Menschen. Sag mir gern, wie ich dich ansprechen soll.

Ich arbeite als Physiotherapeutin und als Coachin. Meine Arbeit ist kein Ersatz für eine Psychotherapie, und ich behandle keine psychischen Erkrankungen. Ich verspreche keine Heilung. Ich begleite dich mit fundiertem Fachwissen, Erfahrung und echtem Interesse an deiner Geschichte.

Qualifikationen

2026
Traumalösung bei Säuglingen & Kleinkindern III – Sarito Fuhrmann-Bailles, UTA Köln
Playshop: Trauma durch die Augen eines Kindes – Maggie Kline

2025
Sexualpädagogin (ISP)
Traumalösung bei Säuglingen & Kleinkindern I, II – Sarito Fuhrmann-Bailles, UTA Köln

2024 
Somatic Experiencing (SE)® Practitioner – Itta Wiedenmann, Doris Rothbauer, Sonia Gomes, Raja Selvam
Sexualität & Trauma, Modul I-III – Melanie Büttner, SPT-Institut
Ausbildung Heilpraktiker für Psychotherapie – Heilpraktikerschule Isolde Richter (ohne Zulassung durch das Gesundheitsamt)

2023
Systemische Beratung (ECA) – Wildwechsel Frankfurt
Sexualpädagogik – Institut für Sexualtherapie und Sexualpädagogik
Sexualberatung /-therapie – Institut für Sexualtherapie und Sexualpädagogik
Pessar-Workshop für Physiotherapeut:Innen – Almut Köwing

2022
Trauerbegleitung – Savina Tilmann
Fachfortbildung Geburtstrauma – Astrid Saragosa
Emotional Freedom Technique – Sabine Rösner
Basisqualifikation Psychotraumatologie – Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung

2021
Tupler Technique® Master Trainerin (Ausbilderin) für Deutschland bis 2021-2024
NLP- und Kommunikationstrainerin – Wildwechsel, Frankfurt
Diastasis Rectus Abdominis & The Implications For Low Back Pain & Pelvic Health – Diane Lee

2020
Sonografie am Beckenboden und Bauch – AG GGUP
Physio Pelvica – Basiskurs 2 – Funktionelle Diagnostik am Beckenboden – AG GGUP
Physio Pelvica – Abschlussqualifikation – AG GGUP
Diastasis Rectus Abdominis & The Implications For Low Back & Pelvic Health – Diane Lee

2019
TummyTeam Trained Practitioner – Kelly Dean, USA
Stillspezialistin® – Ausbildungszentrum Laktation und Stillen
Physio Pelvica – Therapiekurs 1 – Physiotherapie bei Funktionsstörungen im Becken – AG GGUP
Therapiekurs 2 – Physiotherapie bei Funktionsstörungen im Becken – AG GGUP

2018
Ausbildung in der Tupler Technique – Julie Tupler, NYC
Physio Pelvica, Basiskurs I – Physiotherapie bei Funktionsstörungen im Becken – AG GGUP

2005 – 2006
PNF – Kaiser Foundation Rehab Center, Vallejo, USA

2002 – 2004
Manuelle Therapie & KGG – ZVK

2001
Staatlich anerkannte Physiotherapeutin

 

Mitgliedschaften:

Somatic Experiencing Deutschland e.V. (SE)
Gesellschaft für Sexualpädagogik e.V. (GSP)
Mother Hood e.V.
Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde & Geburtshilfe e.V. (DGPFG)
International Society for Pre- and Perinatal Psychology and Medicine e.V. (ISPPM)

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